Das bisherige Wohnraumversorgungskonzept der Stadt Esslingen muss aufgrund der geänderten Förderrichtlinien des Landes aktualisiert werden. Hierzu legte die Stadtverwaltung ein neues Konzept vor. Aus Sicht der Freien Wähler ist der Verwaltungsvorschlag unausgereift, einseitig und in der Umsetzung nicht praktikabel.

In einem Antrag an die Stadtverwaltung fordern die Freien Wähler deshalb eine detaillierte Betrachtung als Voraussetzung für ein neues Wohnraumversorgungskonzept. „Zunächst gilt es, die wesentlichen Ziele und Eckpunkte eines zukünftigen Wohnraumversorgungskonzeptes zu definieren. Dabei sollen auch die Möglichkeiten und Grenzen des Wohnraumversorgungskonzeptes im Gesamtzusammenhang wohnungspolitischer Maßnahmen wie Wohnbauflächenpotenziale, quantitativer und qualitativer Wohnungsbedarf, besondere Zielgruppen usw. aufgezeigt werden“, fordert Annette Silberhorn-Hemminger, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Esslinger Gemeinderat.
Daneben fordern die Freien Wähler die Stadtverwaltung auf, aufzuzeigen, welche Strategien in der Wohnraumversorgung (für unterschiedliche Zielgruppen) andere Städte in der Region sowie die großen Kreisstädte im Landkreis verfolgen. Zudem wird die Verwaltung aufgefordert, darzustellen, welche Förderprogramme das Land für geförderten Wohnraum zur Verfügung stellt und welche neuen Fördermöglichkeiten im Koalitionsvertrag genannt werden.

Ein weiterer Antragspunkt betrifft die Belegungsrechte der Stadt Esslingen. Die Stadtverwaltung möge berichten, wie viele Belegungsrechte in den kommenden 10 Jahren auslaufen und wie diese gesichert werden können. Außerdem wird eine Anhörung mit den Akteuren des Esslinger Wohnungsmarktes gefordert. Diese dient dazu, die Expertensicht mit in die Weiterentwicklung des Wohnraumversorgungskonzeptes einfließen zu lassen. Über die Ergebnisse der Anhörung wird im Gemeinderat berichtet.

Eberhard Scharpf, Sprecher der Freien Wähler im ATU, ist sich sicher: „Aufbauend auf diesen umfangreichen, doch notwendigen Untersuchungen und Betrachtungen verschiedener Aspekte kann die Verwaltung ein Wohnraumversorgungskonzept als ein Baustein einer erfolgreichen Wohnungspolitik entwickeln.“ Die Freien Wähler begrüßen es, dass die Stadtverwaltung ihre Vorlage zurückzieht.