Für den Esslinger Einzelhandel ist es 5 nach 12. Wir benötigen dringend Maßnahmen zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses und der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Der Handel alleine wird die Rolle der Innenstadtbelebung nicht mehr ausfüllen können.

Das Stadtplanungsamt, das Amt für Wirtschaft sowie die City Esslingen und die EST sollen gemeinsam mit den Händlern und Hausbesitzern Lösungen für die Esslinger Innenstadt finden. Die Annahme, der Handel und der Wettbewerb werden es schon alleine richten, greift zu kurz. Der Handel verändert sich. Corona beschleunigt diese Veränderung sehr rasant.

Stadtrat Jörg Zoller von den Freien Wählern ist der Meinung: „Wenn wir nicht aufpassen und gegensteuern, wird die Innenstadt ausbluten und veröden. Daher benötigen wir kurzfristige Maßnahmen, um nach Corona die Besucher-Frequenz wieder zu erhöhen.“ Die Freien Wähler begrüßen daher auch den temporären Verzicht auf die Sondernutzungsgebühren, um die Gastronomen zu unterstützen.

Jörg Zoller

Jörg Zoller, Mitglied im Gemeinderat Esslingen

„Um die Innenstadt mittel- und langfristig attraktiv und intakt zu halten, bedarf es weiterer Anstrengungen“, hebt Jörg Zoller hervor. Hierzu gehören für die Freien Wähler unter anderem folgende Maßnahmen: das Kerngebiet verkleinern und bündeln, Umzugsketten in Gang setzten und andere Nutzungen im EG ermöglichen. Des Weiteren sollten Lieferdienste für die Kunden angeboten werden. Zudem soll die Anlieferung der Paketdienste für die Geschäfte – die sogenannte letzten Meile – per Fahrrad gebündelt werden. Damit blockieren weniger Lieferwägen die Fußgängerzonen.

Die Freien Wähler fordern die Verwaltung auf, alle Kräfte und Akteure zusammen zu bringen, um möglichst schnell eine spürbare Wirkung und damit eine Chance für die Neuausrichtung der Innenstadt zu erzielen.