Die geplante Einrichtung einer Umweltspur auf der Kiesstraße hat im Juli im Gemeinderat hohe Wellen geschlagen.

Mit der Vertagung in den Herbst haben alle Seiten Zeit gewonnen das strittige Thema besser vorbereitet zu diskutieren.

Die Freien Wähler haben dazu nun einen Ergänzungsantraggestellt: Wir fordern die Verwaltung auf alternative Fahrradrouten zu überprüfen und auf Machbarkeit zu untersuchen.

Dies hat bis jetzt nicht in erforderlichem Umfang stattgefunden.

Schon heute kann man als Fahrradfahrer ohne Ampeln von der Maillekreuzung bis zur Fahrradstrasse kommen.Diese Route über Kanalstraße und Obertorstraße ist unserer Meinung nach für Fahrradfahrer deutlich besser geeignet.

Sogar eine Verbindung zur Neckarstraße oder zum Merkel-Park ist damit sehr einfach möglich.

Diese Wegeführung sollte durch weitere Maßnahmen wie z.B. Beschilderung oder Bevorrechtigung für Fahrradfahrer verbessertwerden.

Es muss unabhängig von ideologischen Scheuklappen eine für alle Verkehrsteilnehmer sinnvolle Lösung gefunden werden.

Erzieherische Maßnahmen für den privaten Verkehr die durch die Einrichtung der Busspur beabsichtigt werden sind nicht zielführend sondern verschärfen nur den Grabenkrieg zwischen allen Verkehrsteilnehmern.
Im Übrigen wird die vorgeschlagene Umweltspur durch den erlaubten Bus-, Taxi- und Elektroautoverkehr stark frequentiert und auch damit für Fahrradfahrer weniger geeignet sein. Mit ihren 3 Ampelanlagen ist die Umweltspur  auch keine  Route für Fahrradfahrer, denn dort wird das Fahr-rad zum Steh-rad.
Hermann Falch Mitglied im Mobilitätsausschuss meint dazu: „Es müssen für Fahrradfahrer gute Verbindungen geschaffen werden. Dies muss aber nicht zwingend auf der Ringstrasse sein. Fahrradfahrer brauchen wie andere Verkehrsteilnehmer auch attraktive, schnelle und vor allem sichere Verbindungen.